Ruanda
Ruanda liegt im ostafrikanischen Grabenbruch. Ein Großteil des Kaffees wächst im Süden und Westen des Landes rund um den Kivusee sowie in den Virunga-Bergen, in Höhenlagen zwischen etwa 1200 und 2000 m. Angebaut wird nahezu ausschließlich die Varietät Bourbon.
Der Kaffee wird überwiegend an zentralen Waschstationen aufbereitet, an die umliegende Kleinbauern ihre Kirschen abliefern. Die vollständige Nassaufbereitung (fully washed) gilt als Grundlage für die klare, helle Tassenqualität, für die ruandische Kaffees geschätzt werden. Eine bekannte Herausforderung der Region ist der Kartoffelfehler, ein durch die Antestia-Wanze verursachter Fehlgeschmack, der sich erst beim Rösten oder in der Tasse bemerkbar macht und durch sorgfältige Handverlese und Sortierung reduziert wird.
Ruandische Kaffees gelten als süß, vollmundig und fruchtig, mit Noten von Schokolade, Zimt und roten Früchten sowie einer ausgeprägten, oft an Zuckerrohr oder Honig erinnernden Süße.