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Tarrazú (Costa Rica)

Tarrazú liegt im Bergland des Talamanca-Gebirges südlich von San José und zählt zu den bekanntesten Kaffee-Anbauregionen Costa Ricas. Der Anbau erfolgt in Höhenlagen von etwa 1200 bis 1800 m über dem Meeresspiegel auf vulkanischen Böden, was zu einer langsamen Reifung der Kirschen und einer entsprechend komplexeren Zuckerentwicklung in der Bohne führt.

Costa Rica hatte den Anbau von Robusta 1989 gesetzlich verboten, um sich konsequent als Arabica-Land zu positionieren. Dieses Verbot wurde 2018 aufgehoben, Robusta ist seither in ausgewiesenen tieferen und wärmeren Zonen erlaubt. In den Hochlagen von Tarrazú wächst weiterhin ausschließlich Arabica, traditionell nass aufbereitet (washed process). Die Region gilt zudem als Wiege der costa-ricanischen Micro-Mills, kleiner, dezentraler Aufbereitungsanlagen, die es einzelnen Farmen erlauben, ihren Kaffee separat zu verarbeiten und zu vermarkten, statt ihn an große Kooperativen abzugeben.

Tarrazú-Kaffees werden meist als vollmundig mit klarer, spritziger Säure und Zitrusnoten beschrieben, häufig eingestuft in der costa-ricanischen Güteklasse SHB (Strictly Hard Bean), die den höchsten Anbauhöhen vorbehalten ist.

Vom Begriff zur Bohne

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