Burundi
Burundi grenzt im Norden an Ruanda und teilt mit seinem Nachbarland ähnliche Anbaubedingungen: hohe Lagen zwischen etwa 1250 und 2000 m und eine fast ausschließlich auf die Varietät Bourbon gestützte Landwirtschaft. Anders als Ruanda liegt Burundi jedoch nicht am Kivusee, sondern am Tanganjikasee. Der Kaffee wächst im Hochland des Nordens, vor allem in den Provinzen Kayanza, Ngozi und Muyinga. Der Anbau liegt in der Hand zahlreicher Kleinbauern, die häufig nur 50 bis 250 Bäume bewirtschaften.
Die Kirschen werden an lokalen Waschstationen gesammelt und meist in einem zweistufigen Fermentationsverfahren nass aufbereitet, ähnlich dem in Kenia verbreiteten Verfahren. Wie im benachbarten Ruanda tritt auch in Burundi gelegentlich der Kartoffelfehler auf, ein durch die Antestia-Wanze verursachter Fehlgeschmack.
Kaffees aus Burundi gelten als hell und säurebetont, mit vollem Körper und Noten von Zitrus, Blüten und roten Beeren.