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Kaffee und Klimawandel

Der Klimawandel verändert die Anbaubedingungen für Kaffee weltweit messbar. Mehrere wissenschaftliche Modellierungen, unter anderem von Moat et al. (2017), Grüter et al. (2022) und Kath et al. (2022), zeigen, dass die Flächen, auf denen Arabica-Kaffee unter heutigen klimatischen Bedingungen wirtschaftlich anbaubar ist, in vielen wichtigen Anbauländern in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich abnehmen.

Die Auswirkungen fallen regional unterschiedlich aus: Für große Arabica-Anbauländer wie Brasilien wird ein Rückgang geeigneter Anbaufläche erwartet, für einige mittelamerikanische Länder wie Honduras noch deutlichere Einbußen. Auch Robusta-Anbaugebiete sind betroffen, wenngleich die Art höhere Temperaturen grundsätzlich besser toleriert als Arabica.

Als Reaktion verschieben sich Anbaugebiete in mehreren Regionen bereits in höhere Lagen und andere Breitengrade, und Forschung sowie Züchtung richten sich verstärkt auf hitze- und trockentolerantere Sorten, etwa über den Timor-Hybrid, sowie auf bislang wenig genutzte Kaffee-Wildarten.

Vom Begriff zur Bohne

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