Kaffeekirschenkrankheit (CBD)
Die Kaffeekirschenkrankheit, englisch Coffee Berry Disease und meist als CBD abgekürzt, ist eine Pilzkrankheit, die durch Colletotrichum kahawae verursacht wird. Anders als Kaffeerost befällt sie nicht die Blätter, sondern die Frucht selbst: Auf noch grünen, unreifen Kirschen entstehen dunkle, eingesunkene Flecken, die sich ausbreiten, bis die Kirsche verfäult und abfällt.
Erstmals beschrieben wurde CBD 1922 in Kenia. Bis heute tritt sie ausschließlich in Afrika auf, vor allem in feuchten Höhenlagen. In schweren Jahren sind Ernteausfälle von bis zu 80 Prozent möglich, weshalb CBD neben Kaffeerost als die wirtschaftlich bedrohlichste Krankheit im Arabica-Anbau gilt.
Der Kampf gegen CBD hat die Sortenzucht in Ostafrika geprägt. Kenianische Sorten wurden gezielt auf doppelte Resistenz gegen CBD und Kaffeerost gezüchtet, meist über Kreuzungen mit dem Timor-Hybrid. Der Nachteil: Die alten, geschmacklich geschätzten SL-Sorten sind anfällig, die resistenten Neuzüchtungen gelten in der Tasse oft als weniger fein.