Abkühlkurve in der Tasse
Kaffee verändert seinen Geschmack, während er abkühlt. Der Grund liegt in der temperaturabhängigen Empfindlichkeit der Geschmackswahrnehmung.
Bei hohen Temperaturen über 65 °C dominieren Röstaromen und Bitterkeit, während Süße kaum wahrnehmbar ist. Zwischen 50 und 60 °C treten Süße und Körper hervor. Unter 40 °C wird die Säure am deutlichsten, und Fehltöne, die vorher überdeckt waren, werden sichtbar.
Daraus folgt die Cupping-Praxis, denselben Kaffee über den gesamten Abkühlverlauf mehrfach zu verkosten. Ein guter Kaffee bleibt auch abgekühlt angenehm, ein fehlerhafter fällt genau dann auseinander. Wer einen Kaffee beurteilen will, sollte ihn deshalb nicht nur heiß probieren.










