Blindverkostung
Bei der Blindverkostung sind Herkunft, Preis, Röster und Aufbereitung während der Bewertung nicht bekannt. Die Proben werden codiert und in zufälliger Reihenfolge gereicht.
Der Grund ist die Stärke der Erwartung. Studien aus der Lebensmittelsensorik zeigen regelmäßig, dass Preisangaben, Etiketten und Herkunftsnamen die Wahrnehmung messbar verschieben, und zwar auch bei geschulten Personen, die davon überzeugt sind, sich nicht beeinflussen zu lassen.
In der Kaffeebranche ist die Blindverkostung deshalb Standard bei Einkaufsentscheidungen, Wettbewerben und Qualitätskontrolle. Für die Verkostung zu Hause gilt dasselbe im Kleinen: Wer zwei Kaffees ernsthaft vergleichen will, sollte die Tassen von jemand anderem einschenken lassen.










