El Niño
El Niño bezeichnet eine periodisch auftretende Erwärmung des äquatorialen Pazifiks, die weltweit Niederschlags- und Temperaturmuster verschiebt. Das Gegenstück mit umgekehrten Vorzeichen heißt La Niña. Beide treten unregelmäßig alle zwei bis sieben Jahre auf.
Für den Kaffeeanbau sind das keine abstrakten Klimaphänomene. El Niño bringt Mittelamerika und Kolumbien typischerweise Trockenheit, ebenso Südostasien mit den Kaffeeländern Indonesien und Vietnam. Ostafrika bekommt dagegen häufig mehr Regen. Trockenheit zur Blütezeit kostet Ertrag, Regen zur Erntezeit stört die Trocknung und erzeugt Fehltöne.
Weil mehrere Erzeugerregionen gleichzeitig betroffen sind, wirken sich ausgeprägte Ereignisse unmittelbar auf Verfügbarkeit und Weltmarktpreis aus, oft mit einem Jahr Verzögerung.










