Pacas
Pacas ist eine natürliche Mutation der Bourbon-Sorte, die 1949 auf der Finca San Rafael in der Region Santa Ana in El Salvador entdeckt wurde. Der Landwirt Fernando Alberto Pacas Figueroa bemerkte auf seiner Farm auffällig kompakte, buschige Bourbon-Pflanzen mit dichtem Laub und reichem Fruchtansatz. Genetische Untersuchungen späterer Jahrzehnte bestätigten, dass es sich um eine spontane Ein-Gen-Mutation handelt, die zu einem niedrigeren, kompakteren Wuchs führt, vergleichbar mit den Mutationen Caturra (Brasilien) und Villa Sarchi (Costa Rica).
Der kompakte Wuchs erlaubt eine dichtere Pflanzung pro Fläche und damit potenziell höhere Erträge als bei der hochwachsenden ursprünglichen Bourbon-Sorte. Ab 1960 betrieb das salvadorianische Kaffeeforschungsinstitut ISIC eine gezielte Selektionszucht der Pacas-Linie. Heute macht Pacas schätzungsweise ein Viertel der gesamten Kaffeeproduktion El Salvadors aus und ist zudem einer der beiden Elternteile der bekannten Kreuzung Pacamara.