Kaffeekrise
Von einer Kaffeekrise spricht man, wenn der Weltmarktpreis über längere Zeit unter den Produktionskosten liegt. Die bekannteste begann nach dem Zusammenbruch des Quotensystems 1989 und dauerte bis Mitte der 2000er Jahre.
Die Folgen reichten weit über die Landwirtschaft hinaus. Farmen wurden aufgegeben, Flächen auf andere Kulturen umgestellt, ganze Regionen entvölkerten sich durch Abwanderung. In Teilen Zentralamerikas gilt der Preisverfall als einer der Treiber der Migration nach Norden.
Wiederholt hat sich die Situation zuletzt 2018 bis 2020. Strukturell hat sich wenig geändert: Solange der Preis an einer Börse gebildet wird, die Produktionskosten nicht abbildet, bleibt das Muster bestehen. Genau hier setzen feste Preisvereinbarungen und Referenzpreise an.










