Frostschaden
Kaffee verträgt keinen Frost. Schon Temperaturen knapp unter null Grad zerstören Blätter und junge Triebe, stärkerer Frost schädigt das Holz und kann ganze Bestände abtöten.
Betroffen sind vor allem die südlichsten Anbaugebiete Brasiliens, etwa in Paraná, Minas Gerais und São Paulo, wo im Südwinter zwischen Juni und August Kaltlufteinbrüche auftreten. Historisch haben die Frostjahre 1975, 1994 und 2021 den Weltmarkt jeweils massiv bewegt.
Die Folgen wirken lange nach. Ein abgefrorener Bestand liefert im Folgejahr kaum Ertrag, und bis nachgepflanzte oder zurückgeschnittene Bäume wieder voll tragen, vergehen mehrere Jahre. Weil Brasilien der größte Erzeuger ist, schlägt jeder größere Frost direkt auf den Kaffeepreis durch.










