Erste Kaffeewelle
Als Erste Kaffeewelle wird die Phase vom späten 19. Jahrhundert bis etwa in die Mitte des 20. Jahrhunderts bezeichnet, in der Kaffee zum industriell gefertigten Massenprodukt wurde. Unternehmen wie Folgers und Maxwell House in den USA machten Kaffee durch Vorröstung, Vakuumverpackung und breit angelegte Werbung zu einem günstigen Alltagsgetränk, das in den meisten Haushalten verfügbar war.
Im Zentrum stand Verfügbarkeit statt Qualität: Herkunft, Röstgrad oder Sortenunterschiede spielten für Handel und Konsum kaum eine Rolle. In diese Zeit fällt auch die Entwicklung des löslichen Kaffees, dessen Erfindung häufig dem japanisch-amerikanischen Chemiker Satori Kato zugeschrieben wird, der ein entsprechendes Verfahren Anfang des 20. Jahrhunderts patentieren ließ. Verarbeitet wurde dafür überwiegend Robusta.
Der Begriff selbst entstand erst rückblickend, als spätere Beobachter der Kaffeebranche die Entwicklung hin zu Espressobars und schließlich zu Herkunfts- und Qualitätskaffee in Wellen einteilten, um die historische Abfolge sichtbar zu machen.










