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Mahlgrad erklärt. Warum er alles verändert

Wenn Dein Kaffee nicht schmeckt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Mahlgrad das Problem ist. Nicht die Bohne, nicht das Wasser, nicht die Methode. Der Mahlgrad. Er ist die wichtigste Stellschraube, die Du hast.

Was passiert beim Mahlen?

Beim Mahlen vergrößerst Du die Oberfläche der Kaffeebohne. Je feiner Du mahlst, desto mehr Oberfläche hat das Wasser, um Aromastoffe zu lösen. Das nennt man Extraktion. Zu viel Extraktion bedeutet bitter, zu wenig bedeutet sauer und wässrig.

Welcher Mahlgrad für welche Methode?

Methode Mahlgrad Partikelgröße Vergleich
Espresso (Siebträger) Sehr fein 200 bis 350 µm Puderzucker bis feiner Sand
Herdkanne (Bialetti) Fein 300 bis 500 µm Feiner Sand
Handfilter (V60, Kalita) Mittel-fein 400 bis 600 µm Tafelsalz
AeroPress Mittel-fein bis mittel 400 bis 700 µm Tafelsalz bis feiner Sand
Filterkaffeemaschine Mittel 500 bis 700 µm Tafelsalz
Chemex Mittel bis mittel-grob 500 bis 800 µm Grobes Salz
French Press Grob 700 bis 1.000 µm Grobes Meersalz
Cold Brew Sehr grob 800 bis 1.200 µm Grober Pfeffer

Die zwei wichtigsten Regeln

Regel 1: Schmeckt der Kaffee sauer oder wässrig? Mahle feiner. Saurer Geschmack bedeutet Unterextraktion.

Regel 2: Schmeckt der Kaffee bitter? Mahle gröber. Bitterkeit bedeutet Überextraktion.

Diese zwei Regeln lösen geschätzt 80 % aller Kaffeeprobleme.

Warum eine gute Mühle wichtig ist

Es geht nicht nur um die Partikelgröße, sondern auch um die Gleichmäßigkeit. Eine gute Mühle produziert Partikel, die alle ungefähr gleich groß sind.

Immer frisch mahlen

Kaffeemehl verliert seine Aromen um ein Vielfaches schneller als ganze Bohnen. Wenn Du Deinen Kaffee ernsthaft verbessern willst, ist „kurz vor dem Brühen frisch mahlen“ der einzelne Schritt mit dem größten Effekt.

Die passende Bohne dazu

Frisch geröstet, erst nach Deiner Bestellung verpackt.

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