Crema ist ein Qualitätsmerkmal? Nicht ganz.
Die Crema auf dem Espresso sieht wunderschön aus, goldbraun, cremig, einladend. Viele glauben, sie sei ein Zeichen für hochwertigen Kaffee. Da müssen wir leider widersprechen: Crema ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Zeichen von Frische.
Woraus besteht Crema?
Crema besteht hauptsächlich aus drei Bestandteilen: CO2, Öl und Eiweiß. Beim Rösten der Kaffeebohnen entsteht CO2, das in den Bohnen eingeschlossen wird. Frisch gerösteter Kaffee enthält viel CO2 und kann deshalb viel Crema bilden. Über die Zeit gibt der Kaffee dieses CO2 an die Umwelt ab, zusammen mit seinen Aromen.
Die Crema entsteht durch den Druckunterschied: Im Siebträger werden CO2, Öle und Eiweiß bei ca. 9 bar komprimiert. Sobald der Espresso durch das Sieb in die Tasse fließt, ploppen diese Stoffe auf und bilden die cremige Schicht auf Deinem Espresso.
Viel Crema = guter Kaffee?
Nein. Viel Crema bedeutet vor allem: Der Kaffee wurde vor nicht allzu langer Zeit geröstet. Ein minderwertiger Kaffee, der letzte Woche geröstet wurde, kann mehr Crema haben als ein hervorragender Kaffee, der seit drei Monaten im Regal steht.
Aber: Zu frisch ist auch nicht ideal
Ganz frisch gerösteter Kaffee ist übrigens auch nicht das Beste für die Zubereitung. Das CO2 legt sich wie eine Schutzschicht um die Bohnen und hält vereinfacht gesagt den Geschmack zurück. Erst wenn ein Teil des CO2 abgedampft ist, entwickeln sich die Aromen richtig.
- Filterkaffee: ca. 8 bis 14 Tage nach der Röstung warten
- Espresso: ca. 10 bis 15 Tage warten. Das CO2 kann hier sogar die Extraktion behindern
Bei Goodbean liefern wir Dir den Kaffee frisch aus der Rösterei, damit Du ihn im optimalen Zeitfenster genießen kannst.
Fazit
Crema ist schön, Crema ist Frische. Aber Crema ist kein Qualitätsstempel. Achte lieber auf das Röstdatum, die Herkunft und natürlich den Geschmack. Der erzählt Dir viel mehr als jede Schaumschicht.
