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Wie lese ich eine Kaffeepackung?

Du stehst vor dem Kaffeeregal und auf den Tüten stehen Begriffe wie „SHB“, „Honey Process“, „Caturra“ oder „Single Origin“. Klingt nach Geheimsprache. Ist es aber nicht. Hier eine Übersetzung.

Röstdatum

Die wichtigste Angabe überhaupt. Das Röstdatum sagt Dir, wann der Kaffee geröstet wurde. Kaffee ist ein semi-frisches Produkt. Der geschmackliche Höhepunkt liegt zwischen 10 Tagen und 3 Monaten nach der Röstung.

Wenn auf der Packung kein Röstdatum steht, sondern nur ein Mindesthaltbarkeitsdatum: Vorsicht. Ein fehlendes Röstdatum ist fast immer ein Warnsignal.

Herkunft

Je genauer die Herkunftsangabe, desto transparenter der Kaffee. „Südamerika“ ist vage. „Kolumbien“ ist besser. „Kolumbien, Huila, Finca El Paraíso“ ist ideal.

Aufbereitung (Processing)

Washed, Natural oder Honey. Die Aufbereitung beschreibt, wie die Bohne aus der Kaffeekirsche gelöst wird. Kurz gesagt: Washed = klar und sauber, Natural = fruchtig und süß, Honey = ein Mix aus beidem.

Varietät

Die Varietät ist die Unterkategorie der Kaffeesorte. Innerhalb von Arabica gibt es hunderte Varietäten: Bourbon, Typica, Caturra, Geisha, SL28 und viele mehr.

Geschmacksbeschreibung

„Noten von dunkler Schokolade, Nuss und roten Beeren.“ Das klingt wie Wein und funktioniert auch ähnlich. Kaffee hat über 800 Aromastoffe.

Was Du ignorieren kannst

Marketing-Begriffe wie „Barista-Qualität“, „Premium“, „handverlesen“ oder „Gourmet“ sind keine geschützten Begriffe. Auch „100 % Arabica“ ist kein Qualitätssiegel.

Checkliste für die nächste Packung

  • Röstdatum vorhanden? Wenn ja, gut. Wenn nein, Finger weg.
  • Herkunft konkret? Je genauer, desto besser.
  • Aufbereitung angegeben? Zeigt Transparenz.
  • Geschmacksbeschreibung? Hilft bei der Auswahl.
  • Frisch? Idealerweise 2 bis 8 Wochen nach Röstdatum.

Die passende Bohne dazu

Frisch geröstet, erst nach Deiner Bestellung verpackt.

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