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„Ich trink meinen Kaffee schwarz.“ Ist das wirklich besser?

Es gibt Menschen, die „Ich trinke meinen Kaffee schwarz“ sagen wie andere „Ich laufe Marathon“. Als wäre es eine Leistung. Ein Zeichen von Kennerschaft. Und gleichzeitig ein subtiler Hinweis, dass alle anderen es falsch machen. Schauen wir uns das mal genauer an.

Schwarz als Qualitätstest

Einen Kaffee schwarz zu trinken ist tatsächlich der beste Weg, um seine Qualität zu beurteilen. Ohne Milch und Zucker schmeckst Du den Kaffee pur. Guter Kaffee braucht keine Milch und keinen Zucker, um zu schmecken. Wenn Du Milch oder Zucker brauchst, um den Kaffee trinkbar zu machen, ist das ein Zeichen, dass mit dem Kaffee oder der Zubereitung etwas nicht stimmt.

Aber: Geschmack ist subjektiv

Wenn Du Deinen Kaffee mit Milch trinkst, weil Du den Geschmack so magst, ist das völlig in Ordnung. Es gibt keinen objektiven Grund, warum schwarz „besser“ wäre. Ein Cappuccino ist ein eigenständiges Getränk.

Auch Zucker ist kein Verbrechen. In Italien gehört ein Löffel Zucker zum Espresso wie der Löffel zum Cappuccino.

Das eigentliche Problem

Das Problem ist nicht Milch oder Zucker. Das Problem ist, wenn Milch und Zucker dazu dienen, schlechten Kaffee trinkbar zu machen. Wenn Du drei Löffel Zucker und einen Schwall Milch brauchst, damit der Kaffee nicht bitter schmeckt, dann ist nicht die Milch die Lösung, sondern bessere Bohnen oder eine bessere Zubereitung.

Unser Vorschlag

Probiere Deinen Kaffee zuerst pur. Nimm einen Schluck schwarz. Schmeck rein. Was schmeckst Du? Dann entscheide, ob Du Milch oder Zucker dazugeben willst. Nicht aus Gewohnheit, sondern bewusst.

Aber wenn Du Deinen Kaffee trotzdem mit Milch magst: Bitte. Kein Gatekeeping hier.

Die passende Bohne dazu

Frisch geröstet, erst nach Deiner Bestellung verpackt.

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