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„Kaffee ist ungesund" und andere Mythen

Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen nach Wasser. Und trotzdem hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass er irgendwie ungesund sei. Zeit, ein paar Dinge zurechtzurücken.

„Kaffee entwässert den Körper“

Einer der hartnäckigsten Mythen. Und er stimmt nicht. Koffein hat zwar eine leicht harntreibende Wirkung, aber der Wassergehalt des Kaffees gleicht das mehr als aus. Kaffee zählt zur täglichen Flüssigkeitszufuhr.

„Kaffee ist schlecht fürs Herz“

Die aktuelle Studienlage zeigt eher das Gegenteil. Moderater Kaffeekonsum (3 bis 5 Tassen pro Tag) wird mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.

„Kaffee macht süchtig“

Koffein erzeugt eine milde körperliche Gewöhnung. Wenn Du regelmäßig Kaffee trinkst und plötzlich aufhörst, kannst Du Kopfschmerzen, Müdigkeit oder leichte Reizbarkeit bekommen. Das ist keine Sucht im medizinischen Sinne.

„Dunkle Röstung hat mehr Koffein“

Nein. Es ist sogar eher umgekehrt. Durch den längeren Röstprozess verlieren dunkel geröstete Bohnen minimal an Koffein.

„Espresso hat mehr Koffein als Filterkaffee“

Pro Portion: Nein. Ein einfacher Espresso (ca. 25 ml) enthält ca. 60 bis 80 mg Koffein. Eine Tasse Filterkaffee (ca. 200 ml) enthält ca. 80 bis 120 mg.

„Kaffee am Nachmittag stört den Schlaf“

Das kann stimmen, muss aber nicht. Koffein hat eine Halbwertszeit von ca. 5 bis 6 Stunden. Wenn Du empfindlich bist, setze Dir eine persönliche Koffein-Deadline.

„Kaffee ist ungesund“

Die Forschung der letzten Jahrzehnte zeigt ein ziemlich klares Bild: Moderater Kaffeekonsum ist für die meisten Menschen nicht nur unbedenklich, sondern möglicherweise sogar gesundheitsfördernd.

Trink Deinen Kaffee mit gutem Gewissen.

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